Das Wort den Parteien April: .„Empört Euch!“: Politischer Frühschoppen der Studenten
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"Empört euch!" Unser Vorstandsmitglied Colin Kraft nahm am vergangenen Sonntag am politischen Frühschoppen der ostbelgischen Studentenvereinigungen teil.ÂÂWas er dazu in der Rubrik "Das Wort den Parteien" sagt, ist hier nachzulesen.

 

 

„Empört Euch!“ Das Buch des Résistance-Kämpfers Stéphane Hessel mit dem gleichnamigen Titel bezieht sich auf Jean-Paul Sartre und soll vor allem Jugendliche dazu animieren, sich einzumischen und nicht alles hinzunehmen: Jeder ist als Einzelner verantwortlich.

Am vergangenen Wochenende veranstalteten die ostbelgischen Studentenvereinigungen im Funkhaus des BRF einen politischen Frühschoppen. Um 10 Uhr ging es los. Zu meiner Studienzeit war das an einem Sonntag noch tief in der Nacht. Respekt! Umso überraschter konnte man sein, dass es rund 70 Studenten an diesem Vormittag in das Funkhaus zog. Es ging u.a. um Themen wie Terror und Tihange und die etwas technische Frage nach der vierten Region.


Ein Thema hat mich im Nachhinein aber nicht mehr losgelassen: Warum sollte ein junger Mensch, der seine gesamte Schul- bzw. Jugendzeit in dem beschaulichen Ostbelgien verbracht hat, wieder hierher zurückkehren? Was bewegt einen jungen Menschen dazu hier zu bleiben? In dem für einen Jugendlichen spießigen Ostbelgien. Ja, ich selbst war einer, dem das Berechenbare unserer kleinen Region zuwider war. Nach meiner Schulzeit wollte ich nur weg.

 

Ich nutzte die Möglichkeiten eines Studenten, lebte und arbeitete in verschiedenen Städten, reiste viel, machte zahlreiche Praktika und bekam kurz vor meinen Examen eine tolle Stelle angeboten. Alles gut? Irgendwie nicht. Nach einer Zeit kommt die Frage: Was denn jetzt? Familie? Kinder? Wo das denn? Mich zog es wieder nach Ostbelgien. Warum? Weil es woanders nicht nur nicht besser, sondern teilweise deutlich schlechter war. Kann man dies aber auf sich beruhen lassen? Klare Antwort: Nein!  Liebe Studenten, das ostbelgische Plätzchen hier ist ziemlich schön. Aber seid nicht damit zufrieden! Empört Euch! Mischt euch ein!


Denn neben den diskutierten, meist technischen Dingen wie Arbeitsplatz, Steuern, usw., zählt doch am Ende immer noch der Mensch und der praktische Alltag. Nach unserer Meinung kann die Politik hier noch viel mehr tun. Ausbau der Kinderbetreuung, bessere Altenpflege, Schulbildung und Mehrsprachigkeit sind nur der Anfang.


Ein Zuhörer sagte, dass die Politik in Sachen Integration seit Jahrzehnten versagt und an allem Schuld sei. Aber kann man wirklich alle paar Jahre nach seiner Stimmabgabe sagen: „Hier ist meine Stimme, jetzt macht mal!“? Nein, jeder trägt Verantwortung. Ihren Beitrag haben die Studenten am Sonntag jedenfalls geleistet. Macht weiter so! Empört euch!


Colin Kraft, CSP-Vorstandsmitglied

 

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