DG-Finanzen: "Es wird schöngefärbt und geblendet"
Drucken E-Mail

Die Auswirkungen der horrenden Schulden, können die Bürger schon längst spüren. In der Haushaltsdebatte brachte CSP-Finanzexperte Luc Frank auf den Punkt, was vielen Kennern der Szene längst klar ist: Die Regierung schafft es angesichts ihrer Verschuldung nicht mehr, die in der DG einst vielbeachteten Dienstleistungen aufrecht zu erhalten. "Das Wasser steht der DG bis zum Hals – und noch höher", so Luc Frank.

Das laufende Jahr schließt mit über 43 Millionen in den Roten Zahlen ab. Auch der Schuldenstand der DG mit über 320 Millionen Euro ist bedrohlich. Frank wies nach, dass die DG – weit vor Flandern, der Französischen Gemeinschaft oder Brüssel und nur knapp vor der Wallonie – die höchste Pro-Kopf-Verschuldung in Belgien zu beklagen hat.


Die Pro-Kopf Verschuldung in der DG liegt bei 4.150€.


Zum Vergleich: In Tirol oder in Vorarlberg, also dort, wo sich die Minister häufig inspirieren lassen, liegt sie bei 485€ (Vorarlberg) beziehungsweise 254 € (Tirol), belegte Frank durch aktuelles Zahlenmaterial.
Und das sind nur die Schulden der DG. Hinzu kommen noch die föderalen, regionalen und provinziellen Schulden.

„Die schlechten Zahlen haben längst Auswirkungen auf die Dienstleistungen. Dienstleistungen, um die wir bisher oft beneidet wurden, die jetzt aber zu bröckeln beginnen“, beklagte Frank, der hierzu eine Reihe Beispiele anführte.

 

• Da werde zwar der Führerschein ins Unterrichtsprogramm aufgenommen – ein „Integrationsführerschein“ fehlt allerdings immer noch. Wie werden die Schutzsuchenden hier integriert?

OIKOS, ein Paradebeispiel für ein Projekt aus der Zivilgesellschaft, in dem Jugendliche betreut werden, wo Integrationsarbeit und Sprachkurse stattfinden, wird durch die Herren Paasch und Antoniadis eiskalt abserviert.

Die Lehrergehälter bleiben die niedrigsten in Belgien. Es herrscht auch nach mehr als 14 Jahren noch Lehrermangel.

Eine Pflegeversicherung kann hier in der DG nicht eingerichtet werden, weil kein Geld da ist. Es gibt sie überall in Belgien. Nur eben hier nicht.

• Wo bleibt der schon längst zugesagte Kernspintomograph in Eupen? Bisher dürfen die Patienten aus dem Norden der DG nach St. Vith fahren, um sich untersuchen zulassen.

• Die Liste derer, die einen Altenheimplatz brauchen aber keinen kriegen, wächst ständig. Ein Konzept, das dem demographischen Wandel entgegenwirkt ist unbekannt.

• Die Forderung nach einem Statut für Tagesmütter, die die CSP im Jahre 2002 bereits erhob, schlummert immer noch im Regierungskühlschrank.

• Unser Parlament musste seinerzeit fluchtartig den Kaperberg verlassen, um Platz für Klassenräume für die größte Schule der DG zu schaffen. Hieß es. Über zweieinhalb Jahre später läuft immer noch nichts. Die Regierung zuckt hilflos die Schultern, weil sie sagt, dafür nicht zuständig zu sein, dass die Städtebaugenehmigung fehle und eine Ulme im Weg stehe.

• Das erst 12 Jahre alte Internat an der Eupener Monschauer Straße ist in einem dermaßen maroden Zustand, dass der Leiter des Infrastrukturdienstes von der Notwendigkeit eines Neubaus spricht. Jeder Schöffe in einer unserer Gemeinden müsste den Hut nehmen, wenn er sich so etwas leisten würde.

 

„Eine Erfolgsgeschichte sieht jedenfalls anders aus. Politisch wird hier geblendet und schöngefärbt – mehr nicht.““, stellt Luc Frank ernüchtert fest. In dessen Augen es der Bevölkerung unserer Gegend nicht wegen sondern trotz dieser Regierung gut gehe.

 

warez,full,programlar,forum full programlar fatura ode Film izle Dizi izle,Seyret Bilgi Blogu tema indir Android Hack