Arimont: "Was denkst Du? – Die Bedeutung des C"
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Oftmals wird außerhalb und innerhalb der Partei die Frage aufgeworfen, „Ist das C in unserem Parteinamen eigentlich noch zeitgemäß?“. Grund genug, bei einigen unserer Mandatare nachzufragen. Parteivorsitzender Pascal Arimont bezieht Stellung zu der Frage, was das C für ihn bedeutet.

"Ich glaube an Gott. Dieser Glaube an etwas Höheres sagt mir, dass wir Menschen nicht alles selber in der Hand haben und es Dinge gibt, die zwischen Himmel und Erde unerklärlich bleiben. Das schafft Respekt vor der Schöpfung. Und dieser Respekt rückt uns Menschen an eine Stelle, die uns Bescheidenheit lehrt.

Für die Politik bedeutet das: Wir können nicht alles regeln. Der Staat und die Politik haben ihre Grenzen. Ihr Anspruch kann nicht totalitär sein. Der Glaube an eine Elite, die alles regelt, ist ein Irrglaube. Vor Gott sind alle Menschen gleich, und das nötigt allen Menschen gegenüber den gleichen Respekt ab.

Auch aus diesem Grund steht für uns der Mensch im Mittelpunkt. Grundlage ist hierbei das christliche Menschenbild, das den Menschen als eigenverantwortliches, aber zutiefst soziales Wesen definiert, das gemeinschaftliches Zusammenleben ebenso wie individuelle Freiheit braucht, um sich ganz entfalten zu können.

Der Mensch an sich und seine Würde ist daher Dreh- und Angelpunkt. Das bedeutet die Stärken eines Menschen zu stärken, und ihn dabei zu unterstützen, diese zu entfalten. Das heißt aber auch, den Schwachen zur Seite zu stehen, wenn er ohne Hilfe nicht mehr menschenwürdig leben kann. Die Achtung vor der Schöpfung bedeutet zudem Achtung vor der Natur und vor allen Geschöpfen, die mit uns die Welt bevölkern. Natur- und Tierschutz, die Wahrung der Lebensqualität waren und sind daher niemals eine rein „grüne“ Erfindung gewesen.

Die CSP steht, als Volkspartei der Mitte, eben für den Kompromiss zwischen verschiedenen Interessen. Der gesellschaftliche Ausgleich, die Vermittlung der Interessen von Arbeitgeber und Arbeitnehmer, von Jung und Alt, ist unser Auftrag. Wir stehen darum mit unseren Positionen oftmals fest in der Mitte der Gesellschaft. Eben weil jeder Mensch einzigartig ist, und wir keine Klientelpolitik für eine besondere Zielgruppe betreiben wollen. „Wir kümmern uns drum!“ – im Großen wie im Kleinen.

Ist das C daher ausschließend gegenüber dem „Fremden“? Sicherlich nicht, denn ein grundlegendes Mittel zur Verteidigung der individuellen und gesellschaftlichen Werte bleibt für uns beispielsweise das Konzept der Glaubensfreiheit, denn ohne diese Freiheit kann es freie Entfaltung für den einzelnen Menschen nicht geben. Das C bedeutet demnach nicht, andere Religionen nicht zu respektieren – ganz im Gegenteil.

Andererseits bleibt es auch in einer globalisierten Welt wichtig, die eigenen Traditionen, die unsere hiesige Kultur ausmachen, zu stärken und zu bewahren. Denn sie machen unser Leben aus, geben uns das Gefühl von vertrauter Geborgenheit, stehen für unsere Verbindungen zu vergangenen Generationen und für unsere Heimat.

Aus falscher Rücksichtnahme gegenüber anderen Kulturen auf diese Traditionen zu verzichten – ich denke etwa an die Umbenennung der Oster- oder Weihnachtsferien, Schweinefleischverzicht in öffentlichen Kantinen oder die anhaltende Debatte über ein Ende des Religionsunterrichtes – wäre ein grundlegender Fehler. Es gibt für keine Kultur einen Grund zur Selbstaufgabe. Es gibt keinen Grund, eigene Traditionen aufzugeben, die in dieser Kultur verankert sind und die sich gegen niemanden richten. Im Dialog der Kulturen wird nämlich genau das oftmals als fehlende Haltung und als Schwäche ausgelegt.

Auch darum hat das C einen festen Platz in unserer Partei."
Pascal Arimont

 

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