CSP reicht Resolution ein: "IZOM-Abkommen muss erhalten bleiben"
Drucken E-Mail

Eupen, 13.12.2016. Mit einer eingereichten Resolution fordert die CSP konkrete Schritte, um der Bevölkerung des Grenzgebiets auch in Zukunft einen unkomplizierten Arztbesuch über die Grenzen hinweg zu ermöglichen. „Das IZOM-Abkommen ermöglicht es den Menschen in unserer Gegend, sich im Krankheitsfall im Nachbarland von deutschsprachigen Fachärzten behandeln zu lassen – und das ohne große administrative Hürden. Das ist wichtig, auch weil es in unserer Region nicht in allen Bereichen ein bedarfsdeckendes Angebot an Fachärzten gibt. Darum müssen wir uns für seinen Erhalt einsetzen“, erklärt Robert Nelles, gesundheitspolitischer Sprecher der CSP-Fraktion, zum Hintergrund der CSP-Resolution.

 

Das Angebot des IZOM-Abkommens wird jährlich in rund 15.000 Fällen genutzt, womit es eine bedeutende Rolle in der medizinischen Versorgung der Region spielt. Allerdings werden die entstehenden Verwaltungskosten (Personalkosten) durch die deutschen Krankenkassen  (zuletzt nur die AOK) getragen. „Dass die INAMI sich aber nun in keiner Weise daran beteiligen will oder kann und somit das Abkommen wahrscheinlich kippt, ist eine Konsequenz der brutalen Sparpolitik der föderalen Gesundheitsministerin Maggie De Block. Wir erwarten von der DG-Regierung, dass sie sich dem entgegenstellt und die Interessen der Grenzbevölkerung vertritt“, so Robert Nelles.

 

In der Resolution fordert die CSP die DG-Regierung dazu auf:


-bei der belgischen Föderalregierung darauf hinzuwirken, die Mittel bereit zu stellen, die zur Absicherung der in dem beschriebenen IZOM-Abkommen enthaltenen Möglichkeiten nötig sind;
-mittelfristig mehr Anreize zu schaffen, dass deutschsprachige Fachärzte sich auf dem Gebiet der Deutschsprachigen Gemeinschaft niederlassen;
-kurz-, mittel- und langfristig die Dienstleister im Gesundheitswesen in unserer Region zu stärken, damit die Bürger der DG über die Möglichkeit verfügen, sich auch in Ostbelgien in ihrer Muttersprache fachärztlich behandeln bzw. betreuen zu lassen;
-den Krankenhäusern unserer Gemeinschaft die nötigen Mittel bereitzustellen, damit sie den eventuell negativen Begleiterscheinungen des IZOM-Abkommens begegnen können;
- alles dafür zu tun, damit das bisherige IZOM-Angebot und damit die unkomplizierte Grenzüberschreitung in der medizinischen Behandlung nach wie vor erhalten bleiben.

 

„Gerade in der Grenzregion hat das IZOM-Abkommen deutlich gemacht, dass die Zusammenarbeit über die Grenzen hinweg – auch im Gesundheitsbereich – einen deutlichen Mehrwert für die Bevölkerung darstellt. In diesem Sinne ist das Projekt ein Vorzeigeprojekt für viele Regionen in Europa, das absolut erhaltenswert ist, und das auch von der Föderalregierung als solches betrachtet werden sollte“, erklärt der Europaabgeordnete Pascal Arimont.

 

warez,full,programlar,forum full programlar fatura ode Film izle Dizi izle,Seyret Bilgi Blogu tema indir Android Hack