Opposition für Senator Collas
CSP, ECOLO und VIVANT bieten Senator Berni Collas (PFF) die Weiterführung des Mandats an. Aufgrund des SP-PFF-ProDG-Koalitionsabkommens soll Louis Siquet (SP) im Februar durch die Mehrheit zum Senator der Deutschsprachigen Gemeinschaft bestimmt werden. Das Amt des Gemeinschaftssenators ist für die DG ein wichtiges Bindeglied zum Brüsseler Parlament. Die Bilanz von Berni Collas ist dort anerkannt gut.
Vor dem Hintergrund der anstehenden Staatsreform möchten die Oppositionsfraktionen einen Kandidaten des DG-Parlaments entsenden, der die Interessen aller Parlamentarier verteidigt, was durch Berni Collas in Vergangenheit gewährleistet war.
Im Interesse der DG legt die Opposition der Mehrheit nahe, das Mandat von Berni Collas entgegen der getroffenen Koalitionsvereinbarung zu verlängern. Die Mehrheit möchte Louis Siquet, der in der Vergangenheit in seinen Ämtern oftmals überfordert war, in den Senat entsenden. Das Senatorenamt darf jedoch nicht der reinen Postenschieberei dienen. Obschon ProDG/PDB diesen Missbrauch 2003 deutlich anprangerte („Der Senator, der ein Vertreter der DG sein soll, wird zum schäbigen Spielball persönlicher und parteipolitischer Machtinteressen“), hält sie trotz der Erfahrungen der letzten Wochen und Monate an dem Polit-Deal fest. Da die Mehrheit den Senator bestimmt, schlagen die Oppositionsfraktionen Berni Collas als gemeinsamen Kandidaten vor, um die fähigere Person nach Brüssel zu entsenden und ein Zeichen für die demokratische Kultur in der DG zu setzen.

